Freitag, 28. April 2017

Besuch aus dem fernen Deutschland



Mema mo ahaa,

nachdem ich Euch das letzte Mal ausführlich über mein Projekt erzählt habe, steht diesmal etwas ganz Anderes und Besonderes auf dem Programm. Die letzten zwei Wochen hatte ich nämlich Begleitschaft aus Deutschland, von meiner Mama und meiner besten Freundin, welche mich während der Osterferien besuchen haben, um auch einen kleinen Eindruck von Ghana zu gewinnen.
Da die beiden als Touristen natürlich einen ganz anderen Blick auf Ghana haben als ich mittlerweile, hatte meine Mutter die großartige Idee, ihre Eindrücke aus den zwei Wochen festzuhalten und sie hier mit Euch zu teilen:

Mummy und Sonja in Ghana, ein Gastbeitrag

Am 09.04.2017 war es endlich soweit und Sonja, Simons beste Freundin, und ich wurden von Sonjas Mutter zum Düsseldorfer Flughafen gebracht, um nach Accra zu fliegen. Wir waren beide sehr aufgeregt und voller Vorfreude, Simon wiederzusehen. Gegen 20 Uhr landeten wir in Accra und wurden von Simon und seiner Gastfamilie abgeholt, die uns dankenswerterweise in unser Hostel im Stadtteil Kokomlemle gebracht haben. Die Hitze war nicht so schlimm wie befürchtet und auch der Verkehr war angenehm. So weit, so entspannt, vor allem für Simon, der endlich wieder in den Genuss von Erdbeeren kam.

Leider hatte man im Hostel unsere Buchung für zwei Zimmer vergessen (das sollte sich wiederholen) und so schliefen wir in der ersten Nacht in einem Doppelzimmer und Simon auf einer zusätzlichen Matratze auf dem Boden. Das wirklich köstliche Frühstück entschädigte uns am anderen Morgen, aber anschließend traf Sonja und mich mit voller Wucht die Hitze, das Chaos, der Dreck, die Lautstärke und die schlechten Straßen von Accra. Ich habe mir nach dem gefühlt 1000sten Schlagloch vorgenommen, nie wieder über deutsche Straßen und die dortigen Staus zu schimpfen, die sich im Vergleich zu Accras Straßen wie Luxusprobleme darstellen. In Accra, wie auch auf dem Rest der Reise, hatte sich bereits herumgesprochen, dass neue Obronis, also Weißgesichter, in Ghana angekommen sind, denn überall warteten Händler/-innen und Taxifahrer nur darauf, dass wir etwas kauften oder ihr Taxi benutzten. Bereits an diesem ersten Tag war ich auf einmal nicht mehr Gaby, sondern „Mummy“, was wohl liebenswert gemeint war und meinem Alter Respekt zollen sollte, aber mir auch gelegentlich auf die Nerven ging.

Ohne Simon, der sich in faszinierender und respektvoller Weise an Accra gewöhnt hat, wären wir aufgeschmissen gewesen, aber er hat uns gleich an unserem ersten Tag mit der harten Realität vor Ort konfrontiert, was mich fast umgehauen hat. Die Hitze war saunagleich und eingezwängt in Simons Lieblingsgefährt, einem TroTro, ging es zum ,,Artmarket", wo man Djemben, Taschen, Kleidungsstücke, Schmuck etc. kaufen kann. Unmittelbar nach unserer Ankunft waren wir umringt von Verkäufer/-innen und als ich, Mummy, den kolossalen Fehler beging, nach einem Kleid mit zwei Taschen zu fragen, schallte es aus allen Ecken, dass es ganz tolle Kleider mit zwei Taschen gibt, die mir sogleich präsentiert wurden. Allein die Vorstellung, diese zu probieren, verstärkte meine Schweißausbrüche um ein Vielfaches. Simon und Sonja schafften es mit verschiedenen Käufen, bei denen sich Simon als talentierter Feilscher herausstellte, die Verkäufer/-innen kurzfristig von mir abzulenken, aber sofort erkannte jemand mein Hitzeproblem und fortan wurde mir eine breite Palette von Fächern angeboten. Simon, in seinem Drang uns alles zu zeigen, ersparte uns nicht die Rückseite des Artmarkets, die zwar direkt am Meer liegt und nicht weit vom Nobelhotel Mövenpick, die aber vollkommen verdreckt ist und wo Kinder zwischen Plastikflaschen und anderem Unrat spielen, neben dünnen Ziegen, Hunden und Hühnern. Hätte Simon uns nicht anschließend in unmittelbarer Nähe einen anderen Strand gezeigt, der offenbar für Touristen sauber gehalten wird, hätte ich ihn gleich wieder mit nach Hause genommen. Aber es gibt noch viel schlimmere Plätze in Accra und natürlich auch viele saubere Orte, wo in der Regel Obronis hinter vergitterten und bewachten Toren leben. Ich hoffe sehr, dass die gerade gewählte Regierung mit ihren 115 Minister/-innen es schafft, dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Am Dienstag war ich froh, Accra auf dem Weg an die ghanaische Küstenregion hinter mit zu lassen, wobei Simon in seinen bisherigen Blogbeiträgen verschwiegen hat, wie aufwändig und gleichzeitig günstig das Reisen in Ghana sein kann, wenn man sich in TroTros oder Bussen bewegt. So wurde das Taxi fortan zu unserem bevorzugten Reisemittel, was meiner Bequemlichkeit geschuldet war und bei Simon keine Begeisterung hervorrief. Auch stellte sich mein Protest gegen Mehrbettzimmer als richtig heraus, nichtsdestotrotz haben wir drei unsere Nächte in Ghana immer zusammen verbracht, was erstaunlich gut und harmonisch geklappt hat. Fast überall war ich die Älteste, was meinen Mummy - Status nur verstärkt hat, aber auch zu erstaunlich vielen herzlichen Begegnungen mit (jüngeren) Menschen aus der ganzen Welt geführt hat.

Unsere Tage in Cape Three Points waren, trotz eines Sonnenbrands, einem Plumpsklo, akutem Wassermangel, kurzfristigen Stromausfällen aufgrund von Regenfällen, wunderbar und zu unserer großen Freude konnten wir vier kleine Schildkröten auf ihrem Weg ins Meer begleiten. Da unsere Dusche aus einem großen Eimer und einer Schöpfkelle bestand, habe ich mich gefreut, in Cape Coast wieder „richtig“ zu duschen, allerdings mit permanentem Blick auf die nach oben offenen Dusche und die reifen Kokosnüsse. In Cape Coast haben wir Sarah, eine andere Freiwillige, und ihre Eltern getroffen und zusammen eine schöne Zeit verlebt, inklusive dem gemeinsamen Gang über sieben Hängebrücken und dem Besuch eines katholischen Gottesdienstes am Ostersonntag. Dort wurde jede Menge Weihrauch verwendet und unter dessen Einwirkung anschließend ausgelassen getanzt. Die Worte des Bischofs, dass wir alle „Easterpeople“ sind und trotz schwerer Zeiten immer wieder mit neuer Hoffnung starten, haben mir sehr gefallen. Diese Botschaft konnte aber nicht den Blick vor der historischen Realität verstellen, die wir anschließend in der gegenüberliegenden Sklavenburg erfahren haben und deren Grausamkeiten unendlich viele Ghanaer zum Opfer fielen, mit der grausamen Besonderheit, dass sich über den Kerkern eine Kirche für den Gouverneur und die Bediensteten befand.

Bambushütte in Cape Three Points - wunderschön, nur manchmal ein bisschen warm

Auf dem Weg zum Meer...

Kakum National Park

Zurück in Accra haben Sonja und ich einen Einblick in Simons tägliches Leben bekommen, indem wir seine Schule besucht und einige Lehrer und Kinder kennengelernt haben, die dort trotz Ferien ihre Zeit verbracht haben. Charles, ein Lehrerkollege von Simons Gastmutter, der nebenbei Taxi fährt, um sein Einkommen aufzubessern, hat uns durch Accra gefahren, wo speziell mir immer wieder Toilettenpapier, aber uns allen auch Wasser in Plastikfolie, Nüsse, getrocknete Bananen, Zahnbürsten, etc. angeboten wurden. Aufgrund eines Verständigungsproblems hätte ich bei einem solchen Kauf fast den Ärger einer Straßenverkäuferin auf mich gezogen, da ich ihr auf dem Weg nach Cape Three Points erst einen Cedi zu wenig gegeben hatte, den ich dann nach kundiger Anweisung von Simon noch schnell aus dem Fenster des fahrenden Busses geworfen habe. Keinesfalls hätte ich dieser tapferen Frau ihr Geld vorenthalten wollen und möchte an dieser Stelle allen Straßenverkäuferinnen und Straßenverkäufern in Ghana und besonders in Accra meine große Achtung erweisen, denn sie arbeiten an lauten und von Abgasen stinkenden Straßen,  die Frauen oft mit einem Baby auf dem Rücken und ihren Waren in einem großen Blechbehälter auf dem Kopf. Eine Packung Plantains (getrocknete Bananen) bringt ihnen gerade mal 1 Cedi, das sind umgerechnet ca. 0,22 Euro, und von ihrem täglichen Verdienst müssen sie ihre Familie ernähren und die Miete für eine sehr kleine und baufällige Hütte bezahlen. Auf die großen Unterschiede, besonders im Bildungssystem, hat uns Simons Gastmutter aufmerksam gemacht, bei der wir am Ende dieses ereignisreichen Tages noch einen wunderbaren Abend verbracht haben und ich Fufu, eine landestypische Speise, mit der rechten Hand gegessen habe.

Besonders gefallen haben mir die anschließenden Tage in der Voltaregion mit einem Bad im unteren Wasserfall, von dem Simon schon berichtet hat, und einer tollen Unterkunft mit Blick auf den oberen Wasserfall. Zufällig haben wir auch drei andere Mitfreiwillige getroffen, was mich sehr gefreut hat. In der Voltaregion waren die Temperaturen sehr angenehm und dahin würde ich gerne nochmals fahren. Gestochen wurde ich übrigens kaum, das hat die arme Sonja leider abbekommen, und der Skorpion, der uns mal unterwegs begegnet ist, hat uns auch verschont. Auf dem Rückweg durften wir noch den Staudamm bewundern und Affen, die am Wegesrand saßen und auf Früchte gelauert haben. Die Voltaregion hat sich in meinem Augen mit vielen Steinhäusern von den Wellblech- oder Lehmhütten in Accra und an der Küste unterschieden und wie man in einer solchen Hütte aufwachsen und zu einem anerkannten Arzt in Boston werden kann, aber immer mit der Sehnsucht nach Ghana im Herzen, kann man in dem wunderbaren und sehr empfehlenswerten Buch „Diese Dinge geschehen nicht einfach so“ von Taiye Selasi nachlesen (hier clicken zum nachschauen), dass ich während unserer Ghanareise zum zweiten Mal gelesen habe und dass die Menschen dieses Landes anhand einer Familie auf eindrucksvolle und spannende Weise darstellt.

Unterkunft in der Volta Region

Am Wli Waterfall


Ein bisschen Safari soll ja auch dazu gehören...

Nach einem letzten sehr schönen Abend bei Simons Gastfamilie, wo wir gemeinsam das Fußballspiel Gladbach gegen Dortmund gesehen habe (auch das ist in Accra möglich), machten Sonja und ich uns schweren Herzens auf die Rückreise, wobei unser Gepäck noch ein paar Stunden länger in Paris bleiben durfte. In Zeiten moderner Kommunikation wurde wir darüber bereits kurz nach unserer Ankunft per SMS und E-Mail informiert  

Bei Simons Gastfamilie
Mitgenommen habe ich unendlich viele Eindrücke, die ich erst noch alle verarbeiten muss, viele Begegnungen mit tollen Menschen, tolle Landschaften mit üppigem Grün, eine große Herzlichkeit, die mir/uns entgegengebracht wurde, aber auch die zum Teil – jedenfalls in meinen Augen – katastrophalen Verhältnisse, unter denen die arme Bevölkerung in Ghana zu leben und von der Simons Gastmutter, die Lehrerin in einer Schule für sehr arme Kinder ist, mehrmals eindrücklich berichtet hat. Diese können nicht regelmäßig zur Schule kommen, weil sie arbeiten müssen oder sich um ihre Geschwister kümmern müssen. 
Und nicht zuletzt möchte ich meine große Bewunderung und den Respekt vor meinem Sohn bekunden, der auf seine wunderbare charmante und fröhliche Weise sich durch das Chaos von Accra bewegt, seinen Schülern ein toller Lehrer ist und seine Gastmutter abends mit Geschichten aus den TroTros erfreut.  
Herzlichen Dank an alle, die ihm dabei geholfen haben, diese lebensprägende Erfahrung zu machen oder ihn dabei begleiten.

Donnerstag, 30. März 2017

Work Work Work!



Hallo alle zusammen!

Endlich finde ich mal wieder die Zeit, um Euch auf den neusten Stand der Dinge zu bringen und Euch zu erzählen, wie es mir so geht. Es hat leider ein bisschen gedauert, da ich in letzter Zeit besonders in meinem Projekt sehr viel zu tun hatte und deswegen eher weniger zum Schreiben gekommen bin…

Aber damit spreche ich auch schon den ersten Punkt an, über den ich Euch heute ein bisschen mehr erzählen möchte: mein Projekt. Ich hatte mal nachgeguckt und gesehen, dass ich zuletzt über mein Projekt Ende Oktober berichtet hatte, also schon etwas länger her. Dies bedeutet natürlich nicht, dass in der Zwischenzeit nichts passiert ist, ganz im Gegenteil! Aber zuerst einmal ein genereller Statusbericht: 

Mir geht es weiterhin sehr gut in meinem Projekt und seit einer Weile fühlen sich die Atmosphäre und die Menschen in meinem Projekt auch wie eine große Familie an. Mit meinen Arbeitskollegen verstehe ich mich ebenfalls sehr gut und wir unternehmen auch außerhalb der Schule viel.  Besonders freut es mich auch, dass ich von eigentlich allen Lehrern als vollwertiges Mitglied des Kollegiums angesehen werde und nicht einfach nur als der Freiwillige, der eh in ein paar Monaten geht. Dies bedeutet dann natürlich aber auch, dass ich ebenfalls alle Aufgaben erledigen muss, die die anderen Lehrer auch bewältigen müssen. Sei es Klausur- oder Pausenaufsicht, Vertretungsunterricht, Arbeiten korrigieren, mit auf Ausflüge gehen und und und…. 
Dennoch macht mir so gut wie alles Spaß und Freude. (Außer vielleicht das Berichtigen von Tests und Klausuren , das hat schon manchmal seine Längen (lach))…  Nur muss ich mich dennoch von Zeit zu Zeit daran gewöhnen, dass ich jetzt quasi auf der „anderen Seite“ stehe und jetzt die nervösen Schüler während ihrer Klausuren beaufsichtige oder beim Ausflug im Bus vorne sitze und mich alle 3 Minuten umdrehen muss und brülle, dass sich doch bitte alle hinsetzen… But that’s life, right? 

Auch die Schüler bereiten mir immer noch eine große Freude. Am Anfang habe ich mich manchmal gefragt, ob sie vielleicht nur so begeistert und motiviert sind, weil ich neu bin, aber mittlerweile ist mir klargeworden, dass die Kinder einfach nur sehr viel Lebensfreude und Energie mitbringen.  Wenn die Kinder motiviert sind, dann macht dies natürlich (meistens)  auch die Arbeit einfacher. Besonders auf den Sportunterricht freuen sich die jüngeren Kinder immer besonders. Wenn ich an der Tür des Klassenraums erscheine, kommt es dann schon nicht selten vor, dass es manche Schüler gar nicht mehr auf den Sitzen hält und sie schon fröhlich in der Gegend herumspringen.  Auch den anderen Lehrern ist dies mittlerweile aufgefallen und, zu meiner großen Freude, drohen ein paar Lehrer jetzt schon teilweise öfter damit, dass die Klasse nicht zum Sportunterricht geht, als ihnen mit Schlägen zu drohen.  


Ein paar Eindrücke aus meinem Sportunterricht
Der Sportunterricht war auch das, was mich über die letzten Wochen sehr auf Trab gehalten hat. Anfang Februar stand nämlich das jährliche „Inter-Section Sports Event“ an meiner Schule statt, welches sich über zwei Tage erstreckte. Bei diesem treten die Schüler in vier unterschiedlichen Sections in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an. Einige der Disziplinen waren ganz normale Leichtathletik Wettkämpfe wie 100/200 m Lauf und Staffellauf. Abgesehen davon gab es aber auch verschiedene spielerische Wettbewerbe wie z.B. Reise nach Jerusalem und ein Seilspringrennen.  Natürlich musste dieses Event aber erst einmal geplant werden und die Schüler auch auf die einzelnen Disziplinen im Sportunterricht vorbereitet werden. Für diese Aufgaben waren natürlich die Sportlehrer zuständig... Im Großen und Ganzen ging das dann aber alles ganz gut über die Bühne. Zur Begeisterung der Schüler haben wir es geschafft, dass das Sportfest dieses Jahr in einem großen Sportstadium stattfand und nicht einfach nur auf dem Schulhof. Im sonstigen Planungsverlauf trieb mich die ghanaische Gelassenheit, die ich zum größten Teil sehr genieße und zu schätzen weiß,  dann doch hier und dort auf die sprichwörtliche Palme. Dies kam dann besonders vor, wenn man selber versuchte schon alles im Voraus zu planen, so wie wir Deutschen das halt gerne mal machen, und nicht erst am Tag davor, um dann in Panik zu verfallen.  Aber das muss ich den Ghanaern dann auch lassen, auch wenn es meistens aus meiner Sicht eher ein bisschen chaotisch und spontan zugeht, klappt dann doch meistens alles. Dies traf auch auf unseren Sportevent zu. Die Schüler genossen die beiden Tage wirklich sehr und welche Section es dieses Jahr ganz oben auf das Podest schaffen würde,  war sehr hart umkämpft. Besonders toll fand ich es, wie sich die Schüler in ihren Sections gegenseitig unterstützt haben und so alles aus sich heraus gehauen haben. Ein großes Highlight für die Schüler war dann auch der Lehrer vs. Eltern Staffellauf, bei dem ich als Sportlehrer natürlich auch mitmachte.  Und die Erwartungen der Schüler wurden nicht enttäuscht, da die Lehrer das Rennen mit einem deutlichen Vorsprung gewannen (lach)…   Insgesamt gingen dann eigentlich alle mit einem Lächeln nach Hause und auf zwei erfolgreiche Tage zurück blickend. 
 



Momentan bereiten wir eine kleine Gruppe von Schülern immer nach der Schule für eine halbe Stunde auf einen kleinen Marathonlauf vor, der dann Anfang Mai stattfinden wird. Aber auch der Informatikunterricht macht mir immer noch mindestens genauso viel Spaß. Ich empfinde diesen auch als eine nette Abwechslung zu dem Sportunterricht, welcher zum größten Teil draußen auf dem Feld stattfindet.
Eine weitere einzigartige Erfahrung über die ich Euch gerne ein bisschen berichten möchte, ist meine erste ghanaische Beerdigung. Im Dezember letzten Jahres ist trauriger weise ein älterer Lehrer an meiner Schule verstorben. Nachdem letztes Jahr innerhalb der Schule schon eine kleine Trauerfeier stattfand, war Ende Februar dann die „richtige“ Beerdigung. Das diese erst „so spät“ nach dem Tod abgehalten wurde, ist für ghanaische Verhältnisse aber überhaupt nicht ungewöhnlich. Schon durch die viele Erzählungen im Vorhinein wusste ich, dass eine ghanaische Beerdigung eher wenig mit einer deutschen Beerdigung zu tun hat. Hier wird nämlich die Person wirklich gefeiert und so in Gedanken behalten. Dies bedeutete, dass alle Lehrer mit einem Bus von der Schule zur Kirche fuhren, wo die Trauerfeier dann stattfinden sollte. Das Besondere dabei war aber schon, dass während der gesamten Busfahrt Musik gemacht wurde und dazu kräftig gesungen wurde. Nach der Trauerfeier und der Beisetzung ging es dann weiter in eine Art Restaurant, wo es für alle reichlich zu essen und zu trinken gab. Von da aus ging es dann im regelmäßigen Abständen von einer Bar zur nächsten, wo natürlich auch das Tanzen nicht zu kurz kam. Für die meisten Lehrer und mich ging es am Nachmittag zurück, aber manche waren auch noch bis lang in den Abend unterwegs.  Mir persönlich hat diese Art der Trauer sehr gefallen, aber ich denke die beiden Seiten (ghanaische und deutsche Beerdigungen)  Vor- und Nachteile haben und ich bin mir auch nicht so sicher, ob es mir so gefallen hätte, wäre mir die Person sehr viel näher gewesen.
Rot und Schwarz sind typische Beerdigungsfarben
 


Ein weiterer Aspekt, den ich heute mal ein bisschen ansprechen würde, weil es mich schon viele gefragt haben, ist, wie es denn so ist, als auf einmal als „Weißer“ in der Minderheit zu sein oder als Weißer hier in Ghana zu leben. Was ich im nachfolgenden schreibe und berichte, sind natürlich alles meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke und sollten nicht einfach so verallgemeinert werden, was ebenfalls für meine restlichen Berichte gilt.
Bereits  vor meiner Abreise habe mir darüber schon eher weniger Gedanken gemacht und schon schnell nach meiner Ankunft in Ghana wurde mir klar, dass hier kein Grund zur Sorge besteht. Man darf sich die Situation hier nämlich überhaupt nicht wie die in den meisten westlichen Ländern vorstellen. Während in diesen Leute mit einer anderen Hautfarbe oder anderen unterschiedlichen Merkmalen teilweise kalt angeguckt werden und sich diskriminierende Bezeichnungen anhören lassen müssen, freuen sich die Ghanaer besonders über so gut wie jeden Ausländer, der hier zu Besuch ist oder der hier lebt. Wenn man hier als Weißer über die Straßen läuft, dauert es keine 5 Minuten bis man mindestens einmal die Worte „Ohh Broni“ zu hören bekommen hat, welche in Twi bedeuten „Oh mein Weißer“ oder einfach nur „oh Weißer“. 
Dies klingt jetzt vielleicht erst mal komisch, aber dies ist es auf keinen Fall. Wie gerade schon erwähnt habe, ist es eher ein Ausdruck der Freude von den Menschen hier, darüber, dass man nach Ghana gekommen ist und ihr Land besucht.  Aber auch sonst sind die Leute hier einfach immer sehr offen und warmherzig und vielen Leuten liegt es auch sehr am Herzen, dass man hier eine schöne Zeit hat und Ghana genießt. So wird einem eigentlich auch immer Hilfe angeboten, wenn man sie gerade braucht. Ein gutes Beispiel dafür ist es z.B., wenn man sich verlaufen hat oder einfach den Weg nicht mehr weiß. Wenn man in Deutschland jemand nach dem Weg fragen würde, dann würde einem die Person in 90% der Fälle schnell eine Wegbeschreibung geben und sich dann wieder auf den eigenen Weg machen. Hier nehmen einen die Leute dann einfach an die Hand und führen einen zu dem gewünschten Ort. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Ziel 5 Minuten oder auch mal 15 Minuten weit weg ist.  Aber ich merke schon, dass ich ein bisschen abschweife...
Auch für meine Arbeitskollegen und für meine Gastfamilie spielt es überhaupt keine Rolle, welche Hauptfarbe ich habe. Insgesamt habe ich die Ghanaer als sehr aufgeschlossene und freundliche Menschen kennen gelernt. Dies bezieht sich nicht nur auf die Hautfarbe oder Herkunft von Menschen, sondern z.B. auch auf ihre Religion. So glaube ich, dass Ghana (trauriger weise) eines der wenigen Länder ist, in denen eine Moschee direkt neben einer Kirche stehen kann und es überhaupt keine Probleme zwischen den Angehörigen gibt.
Das Einzige, was manchmal ein bisschen schwierig ist, ist, dass hier weiß sein immer damit verbunden wird, dass man viel Geld hat, was ja im Durchschnitt auch so stimmen mag, aber nicht auf jede einzelne Person zutrifft.  Aus diesem Grund kann aber auch z.B. ein Markteinkauf oder Anziehsachen kaufen gehen, manchmal ein bisschen anstrengender sein, da die Verkäufer für einen die Preise gerne mal in die Höhe treiben, aus dem einfachen Grund, dass man weiß ist und ja schließlich viel Geld hat. Des Weiteren ist es mir und auch anderen Freiwilligen auch schon teilweise passiert, dass Leute auf einen zukommen, fragen ob sie mit einem ein Foto machen können und dann wieder verschwinden… (lach)  Insgesamt kann ich aber nur sagen, dass meine Hautfarbe meinen Aufenthalt hier zu keinen Zeitpunkt wirklich negativ beeinflusst hat. Darüber hinaus kann ich jeden nur beruhigen, der sich dies vielleicht als ein Problem vorstellt, wenn man nach Ghana oder in ein anderes afrikanisches Land kommt.

So, das war es dann auch für das erste mal wieder, bis zum nächsten Mal!

Freitag, 17. Februar 2017

Alles nur für den Lebenslauf?


Wie schon beim letzten Mal angekündigt, werde ich Euch in diesem Blogeintrag ein bisschen über meine Reise nach Weihnachten berichten. Darüber hinaus möchte ich Euch natürlich auch nicht vorbehalten, wie mein Silvester hier war und das „Mid of Stay Seminar“, welches am Anfang des Jahres stattfand. Aber machen wir eins nach dem anderen…

                     Reisetagebuch Part III: „Volta Region“

Zuerst einmal möchte ich Euch darüber erzählen, wie wir hier immer so unsere Reisen planen. Wie schon erwähnt, waren ich um Weihnachten herum bei Annika und Sarah, zwei Mitfreiwillige von mir. Wir hatten uns zwar schon darauf festgelegt, dass es diesmal in die Volta Region gehen soll, aber wohin genau, das hatten wir uns noch nicht so richtig überlegt. So guckten wir dann am Tag vor unserer Reise mal in einem Reiseführer nach, was es alles so in der Volta Region zu sehen gibt und schrieben uns dann auch noch ein paar Unterkünfte heraus, die wir in Betracht ziehen könnten. Am nächsten Tag trafen wir uns dann alle mit Franzi, einer weiteren Freiwilligen, suchten ein Tro Tro, das in die Volta Region fuhr und los konnte es gehen…

Ich finde diese Art der Urlaubsplanung sehr viel entspannter, als die meisten Urlaubsplanungen in Deutschland. Meine Mutter wird jetzt bestimmt lachen, weil sie eigentlich fast alle Urlaube in meinem Leben geplant hat, aber dennoch muss man sich ja meistens frühzeitig Gedanken machen, wo es den hingehen soll, damit man noch günstige Unterkünfte oder Flüge bekommt. Hier hingegen sucht man sich einfach sein Ziel raus, findet ein Tro Tro, was einen dort hin bringt und vor Ort findet man schon immer einen Unterkunft. Und manche von Euch werden sich jetzt bestimmt denken, in den Unterkünften, die man dann noch findet, möchte man aber eigentlich nicht freiwillig schlafen. Dies trifft aber bisher noch gar nicht auf meine Erfahrungen zu. Alle Hostels, die ich bisher hier besucht habe, waren gut ausgestattet und hatten alles vor Ort, was man so braucht.

Unser Ziel war diesmal Ho-Hoe, einer der größeren Städte in der Volta Region. Auf dem Weg dorthin machten wir jedoch einen Stopp an der „Tafi-Atome Monkey Sanctuary“. Dies ist ein kleines Naturreservat, in dem die seltenen Mona-Meerkatzen leben. Auf dem Weg zum Reservat kaufte unser Guide noch schnell ein paar Bananen und schon konnte es los gehen. Es dauerte gar nicht lange, bis wir die ersten Affen zu sehen bekamen, welche meiner Meinung nach wirklich süß und lustig aussehen. Unser Guide erklärte uns anschließend, dass die Affen normalerweise auch auf die Arme und Beine der Besucher klettern. An dem Tag wo wir dort waren, waren davor nur schon sehr viele Gruppen dagewesen, sodass die Affen schon relativ statt waren. Dennoch kamen uns viele von ihnen sehr nahe und nach und nach gelang es jedem von uns die Affen mit unseren Bananen zu füttern. 

So einen hätte ich auch gerne mit nach Hause genommen :)



Nach diesem wirklich schönen Abstecher machten wir uns weiter nach Ho-Hoe. Dort blieben wir jedoch nicht lange, sondern genossen nur schnell eine leckere Portion Fufu und machten uns dann auf den Weg nach Liat-Wote. Von dort aus wollten wir nämlich am nächsten Tag den höchsten Berg Westafrikas besteigen, den Adjafato, welcher 968m hoch ist. Für den Aufstieg brauchten wir knapp eine Stunde und waren danach auch erst mal ein bisschen außer Atmen und staunten nur, als uns unser Führer „Lucky“ erzählte, dass er normalerweise nur zwischen 20-30 Minuten für den Aufstieg braucht. Oben angekommen war unsere Sicht leider nicht so überragend wie wir es gehofft hatten, da der Staub vieles verbarg. An dem Tag, als wir nämlich von Accra los fuhren ging die Hamattan-Saison los. Typisch für diese Saison ist, dass die Tage immer wärmer und trockener werden und dass die Nächte "kühler" (was dann so um die 20-25 Grad wäre) werden. Außerdem ist die Luft durch den Sahara Staub sehr nebelig und staubig und die Sonne war an den ersten Tagen so gut wie nicht zu sehen. Mittlerweile hat sich das aber alles wieder relativiert. Trotz des Staubes konnte man trotzdem einiges sehen und allein der Aufstieg an sich hatte sich schon gelohnt. 


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An dieser Stelle möchte ich kurz einen kleinen Einschub machen: Oben auf dem Berg trafen wir zwei weitere Deutsche. Nachdem wir mit einem von ihnen ins Gespräch kamen und über unsern Freiwilligendienst berichteten,  fragte uns dieser dann nach einer Weile: ,,Das ist aber auch nur gut für den Lebenslauf, oder?“. Leider ist dies nicht das erste Mal, dass ich so eine Aussage gehört habe. Meiner Meinung nach ist so eine Frage oder Aussage totaler Unsinn.  Dieses Jahr ist nicht nur für meinen Lebenslauf, es ist für mein ganzes restliches Leben und wird mein Handeln und Denken für immer beeinflussen. In den letzten Monaten habe ich gefühlt so viel über die Welt gelernt, wie in meinem bisherigen Leben zusammen. Und die Zeit bisher hat mir wirklich geholfen einen anderen Blick auf die Welt zu werfen. Darüber hinaus merke ich immer wieder, wie sehr auch mein Umfeld zu Hause von diesem Jahr beeinflusst wird und sich das Denken oder die Ansichten dieser Personen auch ändern. Als gutes Beispiel fallen mir z.B. meine Großeltern ein, die wahrscheinlich in ihrem restlichen Leben nicht mehr viel von Ghana oder generell Westafrika gehört hätten, außer vielleicht einmal durch die ein oder andere Dokumentation oder kurze Berichte in den Nachrichten. Nun aber berichte ich Ihnen immer wie das Leben hier so ist und so haben sie auch ein viel größeres Verständnis von vielem hier und verfolgen jede noch so kleine Nachricht über Afrika oder Ghana. Darüber hinaus sammelt man natürlich nicht nur prägende Erfahrungen, sondern findet auch viele neue Freunde und lernt ein Land komplett für sich kennen und auch lieben.  Ich könnte hier jetzt noch Seiten weiterschreiben, aber ich denke mein Punkt ist klar: Dieses Jahr ist auf keinen Fall nur dafür da, damit es sich vielleicht irgendwann mal ein zukünftiger Arbeitsgeber ansieht und sich für mich entscheidet. Dieses Jahr ist für mich als Person ein unvergessliches Erlebnis, welches mich für immer prägen wird. 

Soooooooo… (lach). Nachdem wir den Adjafato dann wieder hinabgestiegen waren, machten wir uns noch schnell auf den Weg zum Tagbo Waterfall. Auf den Weg dorthin zeigte uns Lucky verschiedene Pflanzen und Früchte und pflückte für uns unter anderen eine Cacoa Frucht und Papaya, welche wir dann genüsslich am Wasserfall verzehren konnten. Der Wasserfall an sich war wunderschön mitten im Wald gelegen und somit ein super schöner Ort, um nach dem anstrengend Bergsteigen zu entspannen. Am Ende trauten sich Sarah und ich sogar schwimmen zu gehen, obwohl das Wasser dort wirklich eisig kalt war! Am Abend zeigte uns Lucky dann noch die lokale Variante des ghanaischen Gerichts Baanko, welches wir dann mit Buschratte aßen. Hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber schmeckte echt super

Für alle die dachten, dass Afrika nur aus Sand besteht ;)

Leider kann man die Kälte nicht mit abbilden brrrrrrrr

Am nächsten Tag stand dann der ,,Upper Wli Waterfal“ an. Wem das jetzt irgendwie bekannt vorkommt, nicht wundern! Zusammen mit AFS haben wir im November unsere erste Reise in die Volta Region gemacht und damals den ,,Lower Wli Waterfal“ besucht. Schon damals haben wir erfahren, dass es neben dem ,,Lower Wli Waterfal“ auch den ,,Upper Wli Waterfal“ gibt, welcher jedoch nur über einen lange Wanderung durch den Wald möglich ist. Dennoch wollten wir uns dies natürlich nicht entgehen lassen, vor allen Dingen, weil der höhere der beiden Wasserfälle eigentlich der höchste Wasserfall Westafrikas ist. Nach einem ziemlich abenteuerlichen Wanderweg, waren die Gedanken an diesen jedoch mit einem Schnips weg, als wir den Wasserfall sahen. Es ist wirklich schwierig zu sagen, welcher von beiden schöner ist, da beide wunderbar gelegen sind. Da wir ja bereits schon durch den Vortag abgehärtet waren, gingen wir  hier natürlich auch wieder schwimmen. Danach wurde noch die leckere Paw-Paw Frucht verzehrt und dann konnte es auch schon so langsam wieder auf den Rückweg gehen. Am nächsten Tag war unsere Reise dann auch schon wieder vorbei und es ging wieder nach Accra. 

Silvester
 
Als nächstes stand Silvester vor der Tür. Für Silvester hatten wir uns alle ein paar Zimmer am Strand gemietet, wo es dann auch eine große Party mit einem sehr leckeren Buffet gab.  Und es war wirklich schwer sich an diesem Abend nicht irgendwie wohl zu fühlen und vom alten Jahr Abschied zu nehmen. Auf der einen Seite das Meeresrauschen und der Strand und auf der anderen Seite die Reggae Musik und ein Lagerfeuer. Um 0:00 Uhr gab es dann natürlich auch ein kleines Feuerwerk. Dies war schön, aber nicht mehr so ganz besonders, da die Ghanaer schon seit Weihnachten gefühlt jeden Abend kleine Feuerwerke veranstaltet haben. Die ersten Stunden des Neuesjahr verbrachten wir also am Strand und warteten bis die Sonne über dem Meer aufging.




Mid of Stay Seminar

Wenige Tage später ging es dann weiter zum Mid of Stay Seminar. Dieses Seminar wird von unserer Partnerorganisation vor Ort AFS Ghana veranstaltet und sollte dafür da sein,  unsere bisherige Zeit zu reflektieren und uns z.B. auch Ziele für die kommende Zeit zu stecken. Wir diskutierten verschiedene Sachen, wie die Situation in unseren Gastfamilien, unseren Projekten und natürlich generell das Leben hier und die ghanaische Kultur. Am Ende dieser drei Tage ging es dann zusammen nach Cape Coast, den größten Ort an der Westküste Ghanas.  Auf dem Weg nach Cape Coast besuchten wir den „Kakum National Park“.  Dieser ist einer der größten Attraktionen für Touristen in Ghana. Das besondere hier ist nämlich der sogenannte „Canopy Walkway“.  Dieser ist ein Pfad aus Holzbrücken, der sich zwischen den Baumkronen des Regenwalds befindet, nichts also für Menschen mit Höhenangst.  Dies war wirklich ein einzigartiges und beeindruckendes Erlebnis!





Am nächsten Tag ging es dann leider schon wieder zurück nach Accra, aber bevor wir uns auf den Weg machten, stand noch ein Besuch im „Elmina Castle“ an, einer der alätesten Sklavenburgen der Welt.  Die Burg wurde 1482(!) gebaut und war seitdem unter portugiesischer und anschießend dänischer Führung. Die Führung durch die Burg war wirklich aufschlussreich, aber mindestens genauso traurig. Wir lernten einiges darüber, wie die Sklaven damals behandelt wurden und wie viele Qualen und Schmerzen sie über sich ergehen lassen mussten. Besonders traurig waren die Todeszellen und „the room of no return“ (Der Raum ohne Wiederkehr),  welcher der letzte Ort der Sklaven war, bevor sie nach Europa, Amerika oder in andere Orte der Welt verschleppt wurden sind. Außerdem war auch der Gegensatz zwischen den Unterkünften der Sklaven und den Räumen der Gouverneure sehr krass.  Persönlich empfand ich die Führung und Besichtigung der Burg aber auch noch sehr wertvoll und lehrreich, weil, obwohl das Thema Sklaverei in der Schule angeschnitten wird und man natürlich auch so in seinem Leben darüber lernt,  man sich mit dem Thema in Deutschland eher weniger auseinandergesetzt und einem meistens gar nicht klar wird, wie drastisch dies alles war, bis man es selbst mal vor Gesicht bekommt. 




Nachdem es dann am Samstag wieder nach Hause ging, traf ich mich am nächsten Tag noch einmal kurz mit einem Arbeitskollegen, um den letzten Tag der Ferien zu genießen, da am nächsten Tag der Wecker wieder um 5 Uhr klingeln sollte und die Arbeit wieder los ging. 

In meinem nächsten Blogeintrag werde ich euch dann darüber erzählen, was ich in den letzten Wochen in meinem Projekt so gemacht habe und auch noch einige Aspekte über das Leben hier. Bis dahin lasst es euch gut gehen und bis zum nächsten Mal!