Nachdem ich schon von
einigen Leuten gefragt wurden bin, möchte ich diesmal, bevor ich erzähle, was
es so neues gibt, ein bisschen meinen Tagesablauf schildern:
Morgens wache ich immer
um 5/5:30 Uhr auf, um mich fertig zu machen. Für viele und anfangs auch für
mich, hört sich das sehr früh an, aber in Ghana ist Frühaufstehen etwas ganz
normales. Dies hat meiner Meinung nach damit zu tun, dass es erstens morgens
noch kühler ist (bedeutet nur
um die 25-27 Grad) und es auch abends sehr früh, meistens gegen 18 Uhr, dunkel
wird. Ein weiterer Grund ist, dass man in Accra eigentlich zu jeder Tageszeit
und an jedem Ort mit Verkehr rechnen muss und darum der Weg zur Arbeit oftmals
viel länger dauert, als eigentlich geplant. Nachdem ich mich also zu Hause
fertig gemacht habe, nehme ich den TroTro um zur Arbeit zu kommen. Obwohl die
Schule erst um 8:00 Uhr los geht, müssen alle Schüler und Lehrer schon um 7:30
Uhr da sein, da dann die Schule gesäubert wird und alle Klassenräume auf vorder
man gebracht werden. Um 8 Uhr versammeln sich dann alle Schüler auf dem
Pausenhof und halten ein Gebet, singen ein Kirchenlied und zu guter Letzt die
Nationalhymne, bevor sie dann, unter Begleitung der schuleigenen Band, in die
Klassenräume zurück marschieren (hört sich ernster an, als es eigentlich ist). Anschließend fange ich meistens morgens mit
den Sportstunden an, und werde dann zukünftig (sobald es noch einen anderen
Sportlehrer gibt) mittags Informatik unterrichten. Der Schulschluss ist um 16
Uhr, wobei jeder Tag ein bisschen anders ist. So haben die Schüler donnerstags
und freitags Nachmittag die Möglichkeit verschiedene Sportarten auszuüben. Am
Donnerstag Morgen wiederum entfällt z.B. die erste Stunde und es findet dafür
ein kleiner Gottesdienst statt. Um 16 Uhr mache ich mich dann also meistens auf
den Weg nach Hause, wo ich dann Zeit mit meiner Gastfamilie verbringe und wir
gemeinsam Abendessen. Mein Tag endet schließlich auch schon relativ früh, da
ich meistens gegen 10 Uhr schlafen gehe, um am nächsten Tag wieder fit zu
sein^^
Am Samstag ging ich dann
zum zweiten Mal mit meiner Gastfamilie in die Kirche. Und genauso wie beim
ersten Mal war es auch diesmal wieder sehr unterhaltsam. Bevor der Gottesdienst los geht besuche ich
mit meinem Gastbruder und meiner Gasmutter eine Schule innerhalb der Kirche, in
welcher bestimmte Auszüge aus der Bibel diskutiertwerden.
An dieser Stelle möchte ich nur kurz hinzufügen, dass Diskussionen über Gott, Jesus, die Bibel etc. zum alltäglichen Gesprächsstoff der Ghanaer gehört. Des Weiteren wurde ich auch schon gefühlt so oft gefragt, ob ich Christ bin, wie ich gefragt wurden bin, woher ich denn kommen würde.
An dieser Stelle möchte ich nur kurz hinzufügen, dass Diskussionen über Gott, Jesus, die Bibel etc. zum alltäglichen Gesprächsstoff der Ghanaer gehört. Des Weiteren wurde ich auch schon gefühlt so oft gefragt, ob ich Christ bin, wie ich gefragt wurden bin, woher ich denn kommen würde.
Aber kommen wir wieder auf das
Wesentliche zurück: Bei meinem ersten Kirchenbesuch wurde ich schon der ganzen
Gemeinde vorgestellt, wurde anschließend von vielen Leuten willkommen geheißen
und bekam sogar ein Willkommensgetränk (welches außerordentlich lecker war^^).
Des Weiteren spielte eine Marching Band, es wurde ausgelassen gesungen und was
mich auch sehr überrascht hat, war die große Anzahl von Kindern, welche
ungefähr ein Drittel der Anwesenden einnahm und welche auch einige Lieder und
andere Dinge präsentierten. Am Samstag wurde dann auch zum ersten Mal ein
bisschen getanzt und natürlich wieder ausgiebig gesungen.
Letzte Woche bekamen wir
(die anderen Freiwilligen und ich) auch unser “richtiges” Visum, mit dem wir
das ganze nächste Jahr hier bleiben dürfen (Wuhu!). Am Tag darauf trafen wir
uns alle, um an einer Veranstaltung teilzunehmen, bei der für friedliche Wahlen
in Ghana geworben wurde. Dafür muss ich auf der einen Seite erwähnen, dass im
Dezember in Ghana sehr wichtige Wahlen anstehen. Es geht nicht nur um das Amt
des Präsidenten, sondern auch um das Parlament. Außerdem ist es auch wichtig zu
sagen, dass die letzten Wahlen in Ghana allesamt friedlich abliefen. Dennoch
ist es den Leuten hier besonders wichtig, dass dies auch so bleibt, da es in
vielen anderen afrikanischen Ländern leider nicht so ist und dort oftmals der
Wahlkampf in einen richtigen Kampf
mündet. Aus diesem Grunde hörten wir uns von verschiedenen Personen Reden
darüber an, wie wichtig es ist, den Frieden beizubehalten und was für eine
besondere und wichtige Rolle die Jugend in diesem Zusammenhang spielt. Wie uns
in den darauffolgenden Tagen mitgeteilt wurde, wurde sogar über dieses Treffen
in den Medien berichtet.
Nachdem wir alle
anschließend zusammen gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bojo Beach,
um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Und Bojo Beach übertraf wirklich
alle unsere Erwartungen. Bojo Beach ist nämlich wie eine kleine Strandinsel! Um
auf diese zu kommen muss man erstmals mit einem Kanu auf die andere Seite
kommen. Als wir dann also auf der
anderen Seite waren, dauerte es auch gar nicht lange, bis wir endlich ins Meer
gingen. Die Wellen waren wirklich fantastisch und es hat sehr viel Spaß
gemacht. Außerdem war es für uns alle sehr lustig, da das Meer wärmer war als
unsere tägliche Duschen, was wir so noch nie erlebt hatten. Nachdem wir genug
Zeit im Meer verbracht hatten, spielten wir mit den anderen Leuten am Strand
Volleyball. Was außerdem noch sehr cool und lustig war, war, dass es in der
Mitte des Strandes eine Art Tanzfläche gab, auf der die ganze Zeit wild und
ausgelassen getanzt wurden ist. Dies ließen wir uns natürlich auch nicht
entgehen. Nachdem wir dann geschwommen, Volleyball gespielt und getanzt hatten,
ging es dann gegen Abend wieder zurück nach Hause.
| (Ignoriert mich einfach^^) |
So, ich hoffe ihr hattet
Spaß beim Lesen und habt nun einen besseren Einblick in mein tägliches Leben
hier bekommen. Falls Ihr Fragen, Anmerkungen oder sonst was habt, dann
hinterlasst doch einen Kommentar! :)